Bildband Verführungen - unter Kennern die Referenz für moderne Aktfotografie
Wenn ich meinen Bildband zur Aktfotografie betrachte, sehe ich darin keine klassische Darstellung von Nacktheit. Für mich ist er vielmehr ein persönlicher Ausdruck von Nähe, Wahrnehmung und Sinnlichkeit – getragen vom Gedanken des female gaze.
Meine Form von Sinnlichkeit
Ich wollte nie laute, inszenierte Bilder schaffen. Mich interessiert die leise Sinnlichkeit – die, die erst im zweiten Blick entsteht.
In meinen Fotografien arbeite ich mit weichem Licht, mit Schatten, mit Ausschnitten. Der Körper ist für mich keine Oberfläche, die gezeigt werden muss, sondern etwas, das sich langsam erschließt.
Sinnlichkeit bedeutet für mich nicht Provokation, sondern Präsenz.
Mein Blick – der Female Gaze
Der female gaze ist für mich keine Theorie, sondern eine Haltung. Ich fotografiere nicht, um den Körper zu objektivieren, sondern um ihm Raum zu geben.
Mir ist wichtig:
dass die Person vor der Kamera Subjekt bleibt
dass keine Pose „für den Blick von außen“ entsteht
dass eine Form von Selbstbestimmung sichtbar wird
Ich möchte Bilder schaffen, in denen sich niemand ausgestellt fühlt – weder die Person im Bild noch die Person, die es betrachtet.
Zwischen Fotografie und Malerei
Viele meiner Arbeiten bewegen sich für mich an der Grenze zur Malerei. Ich arbeite bewusst mit Licht wie ein malerisches Element, reduziere Farben und lasse viel Ruhe im Bild.
Dadurch entstehen Fotografien, die sich vom Moment lösen. Sie sollen nicht dokumentieren, sondern wirken – fast zeitlos, fast still.
Intimität als Begegnung
Jedes Bild in meinem Bildband ist für mich ein eigener Moment. Keine Geschichte im klassischen Sinn, sondern eine Reihe von Begegnungen.
Ich spiele mit Nähe und Distanz:
manchmal sehr reduziert
manchmal fast körperlich spürbar
aber nie aufdringlich
Diese Balance ist mir wichtig. Intimität darf entstehen, aber sie darf sich nicht aufdrängen.
Dieser Bildband ist für mich eine sehr persönliche Arbeit. Er zeigt, wie ich Körper sehe – nicht als Objekt, sondern als etwas Eigenständiges, Würdevolles und Sinnliches zugleich.
Mit meiner Arbeit möchte ich:
einen ruhigeren Blick auf den Körper ermöglichen
Sinnlichkeit neu definieren
und Raum schaffen für eine andere Art des Sehens
Wenn meine Bilder etwas auslösen, dann hoffentlich kein schnelles Urteil – sondern ein Innehalten.
Bildband ‘Verführungen’ / ‘Shades Of Sensuality’ mit teNeues im Shop.